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Was ist Dengue Fieber?

Dengue Fieber Mücken

Dengue Fieber Mücken

Das Dengue Fieber ist eine virale Infektionskrankheit, die vor allem in den Tropen und Subtropen vorkommt. Die Viren werden ausschließlich von Stechmücken der Arten Aedes aegypti (Gelbfiebermücke) und Aedes albopictus (Asiatische Tigermücke) übertagen. Nach seinem Krankheitsbild wird das Dengue-Fieber auch als „Siebentage-Fieber“ oder „Knochenbrecher-Fieber“ bezeichnet. Die Krankheit stammt ursprünglich aus Afrika und wurde vor etwa 600 Jahren nach Asien eingeschleppt. Zu den Hauptverbreitungsgebieten zählen heute Lateinamerika, Zentralafrika, Indien, Südostasien, Teile des Pazifiks sowie der Süden der USA. Die Erkrankung zählt zu der Gruppe des hämorrhagischen Fiebers, das sich durch Fieber mit Blutungsneigung auszeichnet, zu dieser Gruppe zählt ebenfalls das Lassa-Fieber oder Ebola.

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Das klassische Fieber äußert sich durch hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Hautausschlag. Die Erkrankung verläuft ähnlich wie eine sehr schwere Grippe. Bei Kindern unter 15 Jahren kann es zu einem so genannten hämorrhagischen Verlauf kommen, hierbei treten innere und äußere Blutungen auf. Von den Erkrankten sterben etwa 25.000 Menschen, darunter vorwiegend Kinder, an den komplizierten hämorrhagischen Verläufen. Dengue Fieber tritt in Einzelfällen auf, aber auch als Epidemie. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass weltweit jährlich etwa 50 Millionen Menschen am Dengue Fieber erkranken.

Aufgrund der hohen Anzahl von Fernreisen gehört das Dengue Fieber zu den am häufigsten importieren Infektionskrankheit in Deutschland. Allein im Jahre 2006 wurden 175 Fälle von Dengue-Fieber an das Robert-Koch-Institut gemeldet. Laut Infektionsschutzgesetz ist jede Infektion mit dem Dengue-Virus eine meldepflichtige Erkrankung. Die Meldung des behandelnden Arztes muss bei Infektionsverdacht, bei Vorliegen der Erkrankung oder im Todesfall des Patienten, erfolgen.

Die Ursachen von Dengue Fieber

Das Dengue-Virus wird durch das Weibchen der Gelbfiebermücke oder der Tigermücke übertragen. Das Virus gehört zu der Familie des Flavivirus, das auch für die Übertragung von Gelbfieber oder Hepatitis C verantwortlich ist. Flaviviren werden familienübergreifend zu den Arboviren gezählt. Diese umfassen alle Arten von Viren, die sich in blutsaugenden Insekten vermehren und anschließend Wirbeltiere und Menschen infizieren können.

Bei der Übertragung in der Stadt ist der Mensch das Virusreservoir, an dem sich die Mücke infiziert und das Virus wiederum auf andere Menschen überträgt. In ländlichen Gebieten infiziert sich die Mücke an Affen und überträgt dann das Virus weiter auf die Menschen. Die Viren vermehren sich bevorzugt in den Fresszellen der weißen Blutkörperchen des Menschen, wandern dann über die Lymphbahnen zu den Lymphknoten und den Organen, wo sich die Viren in Zellen weiter vermehren. Im Gegensatz zur Malaria-Mücke stechen die Tiger- und Gelbfiebermücke überwiegend tagsüber und am frühen Abend.

Sie brüten auch in kleinsten Wasseransammlungen wie zum Beispiel Pflanzenuntersetzern und kleinsten Wasserbecken. Das Virus kommt in vier Unterarten vor. Zwischen ihnen besteht keine Kreuzimmunität, das heißt, dass man nach überstandener Infektion durch einen Virus zwar gegen diesen in Zukunft immun ist. Gegen die drei anderen Viren besteht jedoch keine Immunität. So kann man theoretisch viermal am Dengue-Fieber erkranken. Dabei ist der Verlauf der Zweit-, Dritt-, oder Viertinfektion schwerer als bei der Erstinfektion.

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Die Symptome von Dengue Fieber

Das klassische Dengue-Fieber zeichnet sich aus durch hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, sowie Hautausschlag. In der Regel klingen diese Beschwerden ohne Komplikationen wieder ab. Das Fieber beginnt etwa 3-14 Tagen nach der Infektion mit hohem Fieber bis zu 41°, Schüttelfrost mit schweren Erschöpfungszuständen, sowie Kopf-, Glieder-, Muskel- und Gelenkschmerzen. In den ersten Tagen nach der Infektion können ein Hautausschlag an den Gliedern und ein roter und blass-rosa Ausschlag im Gesicht des Patienten hinzukommen. Am zweiten bis sechsten Tag leiden die Betroffenen meist unter Schwindel und Übelkeit. Aber auch Halsschmerzen, Husten und Schnupfen sind möglich. Zwei bis vier Tage nach der Infektion verschwindet das Fieber plötzlich für einen Tag und der Patient fühlt sich wieder richtig wohl.

Anschließend folgt ein zweiter und sehr rascher Fieberanstieg, bei dem die Temperatur jedoch nicht so hoch ansteigt wie beim ersten Fieberschub. Zur selben Zeit wird ein feinfleckiger Hautausschlag sichtbar, der sich über den ganzen Körper ausbreitet und meist nur das Gesicht ausläßt. Nach ungefähr 14 Tagen heilt das Dengue-Fieber fast vollständig wieder aus.

Hämorrhagisches Dengue-Fieber (DHF) und Dengue-Schocksyndrom (DSS):

Bei Menschen, die bereits einmal ein klassisches Dengue-Fieber durchgemacht haben, bestehen bereits Antikörper durch die Ersterkrankung. Sie können allerdings an einem anderen Dengue-Virus-Typ neu erkranken. Von der Zweitinfektion sind meist Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren betroffen, gelegentlich aber auch Erwachsene. Die Symptome sind hier, genau wie beim klassischen Dengue-Fieber, ein schneller Fieberanstieg, sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Zusätzlich sind das Auftreten von Erbrechen und Atemnot möglich. Zwei bis sechs Tage nach Krankheitsbeginn werden plötzlich durch einen Fieberanfall Blutungen ausgelöst.

Die Durchlässigkeit der Blutgefäßwände erhöht sich, und es kommt im ganzen Körper zu unkontrollierten Blutungen. Es treten Haut- und Schleimhautblutungen auf, Blutungen im Magen-Darm-Trakt, Blutergüsse, sowie neurologische Beschwerden. Durch den Blutaustritt in die Körperhöhlen und einen starken Blutdruckabfall kommt es zu Schockzuständen. Etwa 2,5% bis 5% der Zweitinfektionen lösen ein hämorrhagisches Dengue-Fieber und das Dengue-Schocksyndrom aus. Die Sterberate liegt bei etwa 50%, wobei der Anteil an Kindern besonders hoch ist.

Diagnose Dengue Fieber

Das Dengue-Fieber kann durch seine typische Ausprägung, aufgrund der Erfragung der Krankheitsgeschichte, sowie der körperlichen Beschwerden diagnostiziert werden. Hilfreich ist bei der Diagnosefindung das Zusammenspiel zwischen Fieber, Hautausschlag, sowie Kopf-, Glieder-, Gelenk- und Muskelschmerzen. Diese zusammenhängenden Symptome werden auch als Dengue-Trias bezeichnet. Ab dem fünften Krankheitstag kann eine Dengue-Erkrankung durch die vorhandenen Antikörper im Blut nachgewiesen werden. Beim hämorrhagischen Dengue-Fieber dickt außerdem das Blut ein, und die Zahl der Blutplättchen und weißen Blutkörperchen nimmt ab. Zudem ist die Blutgerinnung gestört und es kommt häufig zu einer Lebervergrößerung.

Therapie von Dengue Fieber

Das klassische Dengue-Fieber kann nur symptomatisch behandelt werden, das heißt, dass nur die Beschwerden gelindert werden. Eine Medikation gegen den Virus des Dengue-Fiebers gibt es nicht. Als schmerzstillendes und fiebersenkendes Medikament sollte der Einsatz von Acetylsalicylsäure (Aspirin) unbedingt vermieden werden. Aspirin führt zu einer verringerten Blutgerinnung, was die Blutungsneigung nur noch verstärken würde. Es sollte auf eine gute Pflege mit einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Die Patienten sollten in der Akut-Phase unbedingt strikte Bettruhe einhalten. Nach etwa zwei Wochen heilt die Viruserkrankung in der Regel ohne Nachwirkungen aus.

Beim hämorrhagischen Dengue-Fieber (DHF) muss der Flüssigkeitsverlust zusätzlich durch Infusionen mit einer Kochsalzlösung ausgeglichen werden. In schweren Fällen müssen auch Bluteiweiße und Blutplasma zugeführt werden. Eine intensivmedizinische Betreuung im Krankenhaus ist in diesem Fall angezeigt.

Verlauf der Krankheit

Die häufigere Form des klassischen Dengue-Fiebers heilt in der Regel ohne Komplikationen ab. Wenn der Erkrankte die Infektion überstanden hat, ist er gegen einen der vier Subtypen des Virus immun. Kommt er jedoch mit einem der drei anderen Subtypen in Kontakt, kann es zu einer Neuerkrankung kommen, die oftmals schwerwiegender ist, als die Ersterkrankung. Bei einem unbehandelten hämorrhagischen Dengue-Fieber, das meist bei Kindern und Jugendlichen oder als Zweitinfektion auftritt, beträgt die Sterberate bis zu 20%. Wird der Patient intensiv-medizinisch betreut, liegt die Sterberate bei etwa einem Prozent. Die meisten tödlich endenden Infektionen treten bei Kindern unter einem Jahr auf.

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Dengue Fieber Vorbeugen

Zur Zeit gibt es keine vorbeugende Schutzimpfung gegen das Dengue-Fieber. Die Viruserkrankung kann nur aktiv durch einen ausreichenden Mückenschutz vermieden werden. Hierzu gehören zum Beispiel Moskitonetze, Mückengitter vor den Fenstern, moskitoabwehrende Sprays sowie körperbedeckende Bekleidung. Bei der Wahl des Moskitonetzes sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Maschengröße kleiner als einen Quadrat-Millimeter ist. Auch Klimaanlagen schützen vor den Mücken, da sie kühle Räume meiden. Die Gelbfiebermücke ist besonders in den Morgen- und Abendstunden, aber auch am Tage, aktiv.

 

Fotohinweis:
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