Leishmaniose
Die Leishmaniose ist im gesamten Mittelmeerraum, in der Schweiz, in Osteuropa, in Frankreich und in Teilen Österreichs verbreitet.
Überträger dieser gefährlichen Krankheit ist die Sandmücke.
Leishmanien sind Einzeller. Beim Eindringen in den Organismus des Tieres befallen sie die weißen Blutkörperchen im Knochenmark und schädigen die inneren Organe. Besonders befallen sind in der Regel Leber, Nieren und Milz des Tieres. Wird die Krankheit nicht erkannt, oder wird keine angemessene Behandlung durchgeführt, führt sie unweigerlich zum Tod des Tieres.
Eine Behandlung der Leishmaniose erfolgte durch Chemotherapie mittels Injektionen und Infusionen. Die Behandlung ist meist sehr kostenintensiv. Sie führt nur in den seltensten Fällen zu einer vollständigen Heilung. In der Regel kann man jedoch, bei frühzeitiger Erkennung, genauer Diagnose und unmittelbar einsetzender, speziell abgestimmter Therapie, den Tieren für eine gewisse Zeit, manchmal für einige Jahre, ein lebbares Leben bieten.
Um Ihren Hund zu schützen, gilt der Grundsatz: „Halten Sie die Mücken von ihm fern!“. Hierzu gibt es verschiedene Halsbänder und Shampoos, die Permethrin und Deltamethrin enthalten.
Symptome der Leishmaniose
Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Symptome der Leishmaniose abhängig vom jeweiligen Infektionsgebiet sind. Es gibt zwar grundsätzliche Symptomatiken, die jedoch regional unterschiedlich stark oder schwach ausgeprägt sind.
Leishmanien befallen vorwiegend das Knochenmark, Leber, Nieren und die Milz. Wie weit die Schädigung fortgeschritten ist, kann nur durch einen Bluttest ermittelt werden. Da besonders die Nieren von den Leishmanien in Mitleidenschaft gezogen werden, und auch die Chemotherapie in der Regel die Nieren besonders schädigt, ist eine häufige Todesursache akutes Nierenversagen.
Ein weiteres Symptom der Leishmaniose ist die Anämie.
Genaues kann nur vom Arzt im Labor ermittelt werden, doch gibt es auch für den Laien eine Testmethode, die auf einen Leishmanien-Befall hindeutet. Wenn man das Zahnfleisch des Hundes kurz mit dem Daumen eindrückt, muss es sich unmittelbar danach wieder rosa färben. Tritt diese Rückfärbung nur verzögert ein, und ist die Schleimhaut allgemein sehr blass, so könnte dies ein Indiz für eine Anämie sein.
Im fortgeschrittenen Stadium der Leishmaniose beginnen die Tiere am ganzen Körper und aus dem Maul zu stinken. Der Geruch ist mit faulig oder kotig beschrieben. Diese Geruchsbildung deutet auf schwere Probleme der Nieren, der Leber oder anderer Organe hin.
Bei 5 bis 10% der Fälle können besonders Schäferhunde oder Schäferhundmischlinge unter Nasenbluten leiden. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass Hautveränderungen auch die Nasenschleimhaut beeinflussen können.
Die Lymphknoten sind in der Regel angeschwollen.
In einigen Fällen ist eine einseitige Verkümmerung der Gesichtsmuskulatur zu beobachten. Streicht man den Hund über den Kopf, so bemerkt man einen Unterschied in der Ausbildung der großen Kopfmuskeln.
Ein sehr sicheres Merkmal für Leishmanienbefall ist das Ausfransen, das heißt mehrfaches und leichtes Einreißen der Ohren. In vielen Fällen wird dieses Einreißen auch von einer Schuppenbildung der Haut, die beginnend an den Ohren, sich über Kopf und Körper des Tieres ausbreitet.
Ein wichtiges und deutliches Indiz für Leishmaniose sind Hautveränderungen. Je nachdem, in welcher Region des Mittelmeeres die Infektion erfolgte, sind deren Ausprägungen sehr unterschiedlich.
Sie können am ganzen Körper auftreten und sind meist kreisrund und verheilen schlecht.
Sehr häufig wachsen bei erkrankten Tieren die Krallen besonders schnell und stark.
Aufgrund der Hautveränderungen, aber auch unabhängig davon, kann es zu einem büschelweisen Haarausfall kommen. In einigen wenigen Regionen kann dieser Haarausfall den ganzen Körper betreffen, in anderen Regionen sind nur bestimmte Stellen des Kopfes betroffen.
Auch Menschen können von Leishmanien befallen werden, doch ist hier der Krankheitsverlauf weit weniger dramatisch. Eine Ausnahme stellen Menschen dar, die an der Immunschwächekrankheit HIV erkrankt sind. Sie stellen auch die einzige Patientengruppe dar, bei denen je Leishmanien nachgewiesen wurden.
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