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Mückenschutz – was hilft wirklich?

Chemische Abwehrmittel

Mückenschutz bringt tatsächlich etwas, denn Mücken lassen sich auch sehr gut durch chemische Abwehrmittel in Schach halten. Als erste und wichtigste sind hier die so genannten Repellents zu nennen, mit denen man einen guten Mückenschutz erzielen kann.
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Ursprünglich waren sie eine Entwicklung des amerikanischen Militärs. Sie wollten in den 50er-Jahren, die Soldaten in den tropischen Sümpfen vor der gefürchteten Malariamücke schützen. Der Wirkstoff, der sich in der Praxis als am tauglichsten erwies, ist das DEET (Diethyltoluamid). In sehr kurzer Zeit trat das Mittel seinen Siegeszug um die Welt an. In Deutschland wird es unter anderem in dem Präparat „Autan“ verwendet.

Die Wirksamkeit dieses Präparates ist unumstritten, doch weist es auch einige entscheidende Nachteile auf.

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DEET kann die Nerven schädigen und auch die Leberzellen gefährlich verändern. Mittel wie Autan dürfen schon seit längerer Zeit nicht mehr ausgeführt werden. Seit Anfang der 90er-Jahre gilt DEET als Arzneimittel. Viele Hersteller scheuten das komplizierte Zulassungsverfahren in Deutschland und zogen ihre Mittel vom Markt zurück.

In den letzten Jahren sind viele pflanzliche Präparate für den Mückenschutz weiterentwickelt worden, die inzwischen einen effektiven Mückenschutz bieten, die die Gesundheit überhaupt nicht, oder nur in geringem Maße belasten.

Eine weitere Schutzmöglichkeit auf chemischer Basis sind Verdampfer, Kerzen die beim Abbrennen den entsprechenden Wirkstoff freisetzen, Räucherstäbchen oder Aerosole, die per Hand oder automatisch an die Umwelt angegeben werden. Diese Mittel sollten, aufgrund ihrer Toxizität, nicht direkt auf die Haut aufgebracht werden. Sie fallen oft in den Bereich der Insektizide.

Mückenschutz Biologische Abwehrmittel

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Um Mücken ohne die gefürchtete Chemiekeule abwehren zu können, gibt es verschiedene natürliche Substanzen, die wirksam sind.
Als besonders wirksam haben sich verschiedene ätherische Öle erwiesen. An erster Stelle ist hier die Katzenminze zu nennen, die einen sehr guten Schutz gegen die Plagegeister bietet. Weiterhin sind die Extrakte der Zitrone, des Eukalyptus, Sandelholz, Minze, Zimt, Nelken, Lavendel, Kampfer und Bergamot zu nennen.

Dabei ist es jedoch nicht zu empfehlen, die Öle direkt auf die Haut aufzutragen, denn dort würden sie unter Umständen, Hautreizungen auslösen. Am empfehlenswertsten ist es, die Extrakte im Verhältnis eins zu vier mit einer biologischen Körperlotion zu mischen und dann auf die Haut aufzubringen. Dabei ist zu beachten, dass jede ungeschützte Hautstelle bedeckt wird. Schon kleinste ausgelassene Stellen werden von den Mücken wahrgenommen.

Auch den Rauch von Salbeiblättern mögen die kleinen Blutsauger überhaupt nicht. Am Besten ist es, diese zu zerreiben und die zerkleinerten Pflanzenteile auf einer feuerfesten Unterlage verglimmen zu lassen. Im Allgemeinen wird angenommen, dass Mücken vom Licht angezogen werden. Dies stimmt jedoch nur zum Teil. Mücken können gelbes Licht nicht sehen. Deshalb ist es ratsam, besonders im Freien, weiße Glühlampen gegen gelbe auszutauschen.

Allerdings ist immer zu bedenken, dass es keinen einhundertprozentigen Schutz durch diese Mittel gibt. Es ist zu empfehlen, in Malariagebieten auf andere Schutzmöglichkeiten auszuweichen.

Mückenschutz durch Moskitonetze und Fenstergitter

Den effektivsten Schutz gegen Mücken bieten mechanische Mittel. Als erstes ist hier das Moskitonetz zu nennen, das besonders in den Nachtstunden einen einhundertprozentigen Schutz gegen Mückenstiche bietet. Dabei ist zu beachten, dass das Netz unbeschädigt ist. Schon kleinste Löcher werden von den Mücken entdeckt und genutzt.
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Auch sollte man darauf achten, das Moskitonetz möglichst unter der Matratze fest zu klemmen, um zu verhindern, dass man durch nächtliche Bewegungen den Mücken Einlass verschafft. Ein weiterer sehr guter Schutz sind Fenstergitter, die verhindern, dass Mücken überhaupt erst ins Haus gelangen. Auch Schutznetze, die man, ähnlich einem Anzug, über den Körper zieht, bieten besonders im Freien bei der Arbeit einen sehr guten Schutz. Zu guter Letzt ist auch die Fliegenklatsche zu erwähnen, mit der man vor dem Schlafengehen, eventuell eingedrungenen Quälgeistern, eine Lektion erteilen kann. Dabei ist jedoch daran zu denken, dass dies kein einhundertprozentiger Schutz ist, da sich Mücken, bedingt durch ihre geringe Größe, auch sehr leicht verstecken können.

Video zum Thema Mückenschutz