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Malaria

Eine der folgenreichsten Erkrankungen, die durch die Anopheles-Mücke übertragen wird, ist die Malaria. Jährlich erkranken zwischen 300 und 500 Millionen Menschen an der Malaria. Die Zahl der Todesfälle liegt bei 2 bis 3 Millionen Menschen im Jahr. Wobei etwa 90% der Todesfälle in Afrika auftreten. In Deutschland werden etwa 1000 Malaria-Erkrankungen im Jahr registriert, dies ist durch den Ferntourismus zu erklären. Die Dunkelziffer wird in Deutschland auf das 2- bis 3- fache geschätzt.

Anopheles Malaria Mücke

Anopheles Malaria Mücke

Symptomatik von Malaria

Grundsätzlich werden viele verschiedene Malariaarten unterschieden. Die gefährlichste und verbreitetste Form ist die Malaria tropica. Malaria wird überwiegend durch Moskitos übertragen, eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist ausgeschlossen. Ausnahme sind Übertragungen zum Beispiel durch nicht desinfizierte Spritzen. Die anfänglichen Symptome einer Malaria sind denen der Grippe ähnlich. Sie beginnen mit Fieber, Frösteln, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen sowie Erbrechen und Durchfall. Im Verlauf der Krankheit können Leber- und Nierenschäden entstehen. Daraus entwickeln sich Krampfanfälle und komatöse Zustände. Da die Erreger der Malaria teilweise über mehrere Monate und Jahre in der Leber verbleiben, können auch nach langer Zeit noch Malariaanfälle auftreten. Die Symptome treten nicht immer mit voller Heftigkeit auf, sondern können anfänglich einen milderen Verlauf nehmen. Nach einer Fernreise sollte bis zu einem Jahr nach Ende der Reise, bei dem Auftreten der oben genannten Symptome, an eine Malaria gedacht werden. Es ist auch wichtig, den behandelnden Arzt darüber zu informieren, so dass dieser geeignete Blutuntersuchungen einleiten kann. In Deutschland sterben etwa drei Prozent der Malariapatienten an den Folgen zu spät einsetzender Behandlung.

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Übertragung von Malaria

Die Übertragung der Malaria erfolgt in der Regel über einen Stich der weiblichen Anopheles-Mücke. In seltenen Fällen kann eine Infektion auch bei Bluttransfusionen oder über die schwangere Mutter an das Kind weitergegeben werden. Die Malaria wird durch einen einzelligen Erreger (Plasmodium) ausgelöst. Wenn eine Mücke einen Menschen sticht, gelangt über das gesaugte Blut der Malariaerrreger in die Mücke. Sticht eine Mücke daraufhin einen weiteren Menschen, wird der Malariaerreger durch den Speichel der Mücke auf diesen übertragen.

Ist er in die Blutbahn gelangt, dringt er in die roten Blutkörperchen ein und vermehrt sich dort solange, bis die infizierte Zelle platzt, und auf diese Weise neue Erreger in der Blutbahn platziert. Durch mehrere Vermehrungskreisläufe kann eine große Anzahl der roten Blutkörperchen befallen werden, was zu einem schweren Krankheitsbild führt. Diese Form nennt man Malaria tropica. Eine etwas mildere Verlaufsform ist die Malaria tertiana oder Malaria quartana. Bei den beiden letztgenannten Malariaformen werden nur 1 bis 2% der roten Blutkörperchen befallen.

Bei einer anderen Variante der Malaria, dringen die Erreger über die Blutbahn in die Leber ein und vermehren sich dort in oben beschriebener Weise.

In wenigen Fällen können sich die Malariaerreger in männliche und weibliche Geschlechtsformen umwandeln. Werden diese beim Stechen Von der Anopheles-Mücke aufgenommen, gelangen sie zunächst in den Darm der Mücke. Dort vereinigen sich die beiden Erscheinungsformen so einer befruchteten Eizelle, aus der neue Erreger entstehen, die beim nächsten Stich der Mücke über den Speichel an das neue Opfer übertragen werden.

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Soziale Folgen von Malaria

Sie verursacht im sozialen und wirtschaftlichen Bereich sehr gravierende Folgen. Manche Regionen Afrikas, sind auf Jahre und Jahrzehnte in ihrer Entwicklung gehemmt. In bestimmten Staaten Afrikas werden rund 20% der Gesundheitsausgaben für die Malariabehandlung- und prophylaxe verwendet. In den betroffenen Regionen werden Gesundheit und Wohlstand von ganzen Familien, sowie das Überleben, die Ausbildung und die Erziehung von Kindern gefährdet. Große Teile der Bevölkerung sind durch Malariaerkrankungen nicht arbeitsfähig. Das hat zur Folge, dass viele Ressourcen, besonders in den armen Ländern, nicht genutzt werden können. Die erhöhten Aufwendungen im Gesundheitswesen fehlen an anderen wichtigen Stellen im Staatshaushalt, und behindern so die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der einzelnen Länder.

Betrugen die direkten und indirekten wirtschaftlichen Kosten der Malaria in Afrika im Jahre 1987 noch 800 Millionen US Dollar, so waren es im Jahre 1995 schon 1,8 Milliarden US Dollar. Rund ein Prozent des Bruttosozialproduktes von ganz Afrika werden für die Behandlung und die entstehenden Folgekosten der Malaria aufgewendet. Bestimmte Länder Afrikas, wie zum Beispiel Kenia oder Nigeria, wenden zwischen ein und sechs Prozent des Bruttosozialproduktes ihres Landes für diesen Zweck auf.

Auswirkungen von Malaria auf das Bildungssystem

Auch die Auswirkungen auf das Bildungssystem sind gravierend. In einigen ländlichen Regionen Afrikas, die zu den Malaria gefährdeten Gebieten zählen, fehlen pro Schulhalbjahr rund ein Drittel der Schülerinnen und Schüler wegen Malariaattacken. Etwa 1/6 der Schüler erkrankt zweimal oder häufiger pro Jahr, die dadurch verursachte Abwesenheit beträgt im Durchschnitt mindestens eine Woche. Die durch die Malaria verursachten Folgeerkrankungen mit Schädigung des Gehirns, durch die fortdauernde Infektion hervorgerufene chronische Blutarmut, sowie der allgemeinen körperlichen Schwächung, die einhergeht mit einer allgemein Senkung des Aktivitätsniveaus haben eine weitere negative Auswirkung auf das Bildungsniveau. Besonders junge Mädchen, die bei einer Erkrankung oder dem Versterben der Mutter, deren Rolle übernehmen müssen, sind beim Erwerb von Bildung außerordentlich benachteiligt. Hinzu kommt der Ausfall der Lehrkräfte durch Malaria. Schätzungen gehen davon aus, dass in hochendemischen Gebieten zwischen 35 und 60% der Schulkinder negativ durch Malariaerkrankungen beeinflusst werden.

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Bei Malaria fehlt es der Mutter an Muttermilch

Besonders in ländlichen Gebieten Afrikas produzieren die Bauern gerade genug, um sich und ihre Familien zu ernähren. Wird ein Familienmitglied von einer Malariaerkrankung betroffen, leidet sofort die Nahrungsmittelproduktion. Der Familie droht Unterernährung. Aufgrund dieser Unterernährung werden die Menschen wieder anfälliger für andere Krankheiten.

Die Babys, von malariakranken Müttern, weisen gleich ab der Geburt ein geringeres Gewicht auf, als Babys von gesunden Müttern. Durch die Malariaerkrankung wird die Produktion der Muttermilch gehemmt oder ganz verhindert. Der Mangel an Muttermilch ist bei vielen Kindern in Malarialändern ein Grund für andere Mangelkrankheiten. Ist eine Mutter mit dem HIV Virus infiziert, erhöht sich durch die Malariainfektion das Risiko für das Kind, ebenfalls an HIV zu erkranken, erheblich.

Doch Malaria hat viel direktere Auswirkungen auf die Ernährung der Menschen. Nicht nur der Ausfall der Produktion an Nahrungsmitteln, sondern auch die mit der Erkrankung einhergehende Appetitlosigkeit, schwächen die Körper aller kranken Menschen. Besonders vor dem Hintergrund, dass ein Malariakranker etwa dem Doppelten Energiebedarf hat, wie ein gesunder Mensch. Wiederholte Malariaattacken führen zu einem grundsätzlichen Ernährungsmangel, von dem sich die Kranken nur sehr schwer wieder erholen können.

Diagnostik und Behandlung der Malaria

Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Malaria in den meisten Fällen erfolgreich und ohne Folgen zu hinterlassen, behandelt werden kann.
Bedingt durch mangelhafte infrastrukturelle Gegebenheiten, ist dies in vielen Ländern nicht möglich. Selbst für die Mediziner vor Ort, die täglich Erfahrungen mit der Erkrankung machen, ist die Diagnose einer Malaria nicht immer leicht. Existierende Schnelltests stehen vielfach nicht zur Verfügung. Andere Erkrankungen, hervorgerufen durch Mangelernährung oder Infektionskrankheiten, überdecken die Malariasymptome häufig so, dass eine genaue Diagnose nicht möglich ist.

In bestimmten Ländern Afrikas wird der Besuch eines Spitals aus Kostengründen solange hinausgezögert, bis keine andere Möglichkeit mehr besteht. Die dadurch entstehenden Mehrkosten für die ärztliche Behandlung, sind dann jedoch erst recht nicht mehr bezahlbar. Beträgt beispielsweise der Tageslohn einer Bauernfamilie einen US Dollar, so sind die Kosten für eine Blutuntersuchung, die ebenfalls etwa 1,00 $ betragen für diese Menschen erheblich.
Die Kosten für Medikamente, die pro Fall etwa zwischen 1,00 $ und 6,00 $ betragen, sind für die meisten armen Leute unerschwinglich.

Nicht überall kann Malaria erfolgreich behandelt werden

Ein weiterer Grund für die mangelnde Behandlungsfähigkeit der Malaria, ist die Schwierigkeit, besonders für die ländliche Bevölkerung, Spitäler und Krankenhäuser zu erreichen. Einerseits werden sie durch die räumliche Distanz gehindert, andererseits treten Malariaerkrankungen überwiegend in der Regenzeit auf. Während dieser Zeit verwandeln sich viele Straßen in unpassierbare Schlammpisten. Für Fahrzeuge ist dann kein Durchkommen mehr und viele Dörfer sind faktisch von der Umwelt abgeschnitten, oder nur noch zu Fuß zu erreichen. Für einen Menschen, der durch die Malariaerkrankung bereits extrem geschwächt ist, stellt der Weg in ein Krankenhaus eine unüberwindbare Hürde dar.

Viele staatliche Gesundheitsorganisationen, besonders in Afrika, verteilen Medikamente. In den meisten Fällen erreichten diese Medikamente jedoch viele ländliche Regionen nicht, oder in nicht ausreichender Menge. In den etwas einkommenstärkeren Städten sind die Medikamente zu einem viel besseren Preis erhältlich.

Viele der verteilten Medikamente verlieren im Laufe der Zeit ihrer Wirksamkeit. Um dem entgegenzutreten, werden die Malariamedikamente in zunehmendem Maße, in Kombination mit Antibiotika oder anderen Medikamenten, verschrieben. Der Nachteil ist, dass die Behandlung dadurch wesentlich teurer, und für große Teile der Bevölkerung unerschwinglich wird. Das erste Medikament, das dieser Resistenzbildung zum Opfer fiel, war das seit langer Zeit verwendete Chinin.

Malaria kann erfolgreich behandelt werden

Besonders die ärmsten der Armen weisen ein besonders hohes Risiko auf, an Malaria zu erkranken. Dazu zählen Menschen, die sich auf der Flucht vor Kriegswirren befinden, oder die in Slums, Flüchtlingslagern und Armutsvierteln leben. Aufgrund der mangelnden Abwasserinfrastruktur, die der Malaria übertragenden Anopheles-Mücke ideale Lebensbedingungen bietet, steigt das Risiko erheblich an. Die armutsbedingte Unfähigkeit, sich behandeln zu lassen, führt zu einer dramatischen Verschlimmerung der Gesamtsituation.

Besonders in den Ländern Afrikas ist es elementar wichtig, den Wohnort in die Nähe von erreichbaren Wasserquellen zu legen. Insbesondere Frauen und Mädchen, denen die Tätigkeit des täglichen Wasserholens auferlegt ist, haben einen vielfach höheres Risiko an Malaria zu erkranken.

Auch der Klimawandel trägt erheblich zu einer Dramatisierung der Malariaerkrankungen bei. Waren die Verbreitungsgebiete der Anopheles-Mücken durch klimatische Faktoren bisher stark eingegrenzt und die Gebiete der Trockensavannen, der trocknen Subtropen, der Tropen und Wüstenränder als Infektionsgebiete ausgeschlossen, so setzt durch die klimatischen Veränderungen eine Erhöhung der Anopheles-Population ein. Dies wird verursacht durch Veränderung der Niederschlagsmengen, durch die Verlängerung der Perioden mit erhöhter Luftfeuchtigkeit, starken oder schwachen Regenfällen in Gebieten, in denen es bisher nicht, oder nur sehr wenig regnete, sowie eine Erhöhung der durchschnittlichen Temperaturen. Bei einer Veränderung der Niederschlagsgebiete kann sich die Anzahl der, für die Anopheles-Mücke günstigen Brutplätze, schlagartig erhöhen. Dies ist sowohl durch Überschwemmungen, als auch durch das teilweise Austrocknen der Flüsse möglich.