Culicidae – Stechmücken
Stechmücken gehören zur Klasse der Insekten, zur Unterklasse der Fluginsekten, zur Überordnung der Neuflügler, zur Ordnung der Zweiflügler, zur Unterordnung der Mücken und zur Familie der Stechmücken.
Weltweit gibt es etwa 2700 Arten, die sich noch einmal in 35 Gattungen unterteilen und von denen 104 in Europa und in großen Teilen in Mitteleuropa zu finden sind.
Die Cuilicidae treten weltweit auf. Ausnahmen bilden Gebiete, die oberhalb von 1500 Metern liegen, Wüsten und die Polargebiete.
Die Stechmücken haben regional sehr unterschiedliche Namen. Der Bekannteste ist das aus dem Spanischen abgeleitete Wort Moskito. Außerdem kommen Schnaken, Staunsen, Stanzen oder Gelsen als Namen vor.
Wenngleich auch der regionale Begriff Schnaken für die Stechmücke irreführend ist. Biologisch sind Schnaken eine völlig andere Familie der Zweiflügler.
Stechmücken haben grundsätzlich einen schlanken Körper, lange Beine, Fühler und einen langen Stechrüssel, der allerdings nur bei den Weibchen vorhanden ist. Sie erreichen maximale Größen von 15 mm und ein Gewicht von 2 bis 2, 5 Gramm.
Sie fliegen mit durchschnittlichen Geschwindigkeiten von 1, 5 bis 2, 5 Kilometer pro Stunde.
Ihre maximale Flughöhe beträgt etwa 100 Meter über dem Boden. Diese ist jedoch abhängig von den umgebenden klimatischen Bedingungen. Bei warmem, windstillem Wetter, leichter Bewölkung und minder starker Sonneneinstrahlung, können sie sehr große Flughöhen erreichen, wobei auch die thermische Bewegung der Luft zur Gewinnung der Höhe benutzt wird.
Bei Regen, starkem Wind und kühler Witterungslage sind die zurückgelegten Flugdistanzen sehr gering.
Die Männchen der Cuilicidae ernähren sich ausschließlich von Pflanzensäften und Nektar.
Bei den Weibchen verhält es sich ähnlich, doch brauchen sie in der Zeit der Eiablage, das im Blut enthaltene Protein. Es gibt jedoch einige wenige Stechmückenarten, die auf die Aufnahme von Blut verzichten können.
Bei der Wirtssuche orientieren sich Stechmücken in erster Linie, an dem in der menschlichen Atemluft enthaltenen Kohlendioxyd, beziehungsweise an Körperdüften, die unter anderem im Schweiß enthalten sind.
Ist die Mücke in den Nahbereich des Wirtes gelangt, erfolgt die Orientierung über die Facettenaugen und Rezeptoren.
Grundsätzlich ist der Stich einer Stechmücke fast schmerzlos, es sei denn, das Insekt trifft beim Stechen, auf einen unter der Haut liegenden Schmerznerv.
Bei der Paarung bilden die Männchen der Stechmücken große Schwärme, in die die Weibchen einfliegen und dort begattet werden. Unmittelbar nach diesem Vorgang benötigt die weibliche Stechmücke eine Blutmahlzeit.
Das Leben der Stechmücke ist in vier Phasen aufgeteilt. Es besteht aus Ei, Larve, Puppe und dem ausgewachsenen Tier.
Die Eier können praktisch an allen Stellen abgelegt werden, an denen Wasser vorhanden ist.
Nach kurzer Zeit schlüpft aus dem Ei die Larve, welche sich nach vier Entwicklungsstadien in die Puppe verwandelt. Die Dauer der vorgenannten Entwicklungsphasen ist stark abhängig von der Umgebungstemperatur. Man kann sagen, je wärmer es ist, desto schneller vollzieht sich die Entwicklung.
Die Larven ernähren sich hauptsächlich von Mikroorganismen, aber auch räuberisch von anderen Mückenlarven.
Stechmücken gehören zu den effizientesten Überträgern gefährlicher Krankheiten wie Malaria, Gelbfieber, West Nile Fieber, Rift-Valley-Fieber, Filariose, Dengue Fieber, Sindbis-Viren oder bakteriologischen Erkrankungen wie der Tularämie.
Dies hat folgende Ursachen.
Um nach dem Stechen einen ungehinderten Blutfluss zu gewährleisten, sondert die Stechmücke über ihren Stechrüssel ein Sekret ab, das das Verklumpen des Blutes verhindert.
Hat die Mücke während eines vorhergehenden Stechvorganges infiziertes Blut in sich aufgenommen, so gelangen beim erneuten Stich diese Krankheitserreger in den neuen Wirt.
Auch eine rein mechanische Übertragung ist möglich.
Wird eine Mücke bei einer Blutmahlzeit gestört, so kann es passieren, dass diese sich unmittelbar danach auf einen neuen Wirt niederlässt, um den Vorgang zu beenden. Hierbei kann es vorkommen, das mit Krankheitserregern verseuchtes Blut, sich noch am Stechrüssel befindet und auf diese Weise in den neuen Wirt gelangt.
Parasitäre Erkrankungen wie die Filariose werden durch winzige Fadenwürmer verbreitet, die in der Stechrüsselwand der Mücke sitzen und beim Stich in den Wirt eindringen.
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